Informationen der Krankenkassen: Weiterführung von Rehasport/Herzgruppen

Aktuelle Mitteilung der Krankenkassen vom 10.7.2020 - das ist bei der Weiterführung von Rehasport/Herzgruppen zu beachten

Am 10.7.2020 hat uns folgende Information der Krankenkassen zur Weiterführung von Rehasport/Herzgruppen in der Corona-Pandemie erreicht. Wir geben diese hier im Wortlaut an Sie weiter:

„Im Zusammenhang mit den Ausführungen der DRL bzw. des DBS zur Wiederaufnahme des Funktionstrainings bzw. des Reha-Sports und des Reha-Sports in Herzgruppen haben sich die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene und des GKV-Spitzenverbandes im Mai 2020 positioniert. Diese Position wird unter Berücksichtigung der vorgenannten Ausführungen von den Kostenträgern in Bayern übernommen.

1. Übungen im Freien

Es bestehen keine Bedenken gegen die Durchführung von Rehabilitationssport/in Herzgruppen/Funktionstraining im Freien bei Beachtung der Vorgaben im Beschluss der Sportministerinnen und Sportminister (Ziffer 1a). Zusätzlich sind die spezifischen Regelungen im jeweiligen Bundesland zu beachten.

Die Durchführung ist ab sofort bis vorerst 30.09.2020 möglich. Über eine Verlängerung wird ggf. unter Berücksichtigung der Entwicklung des Infektionsgeschehens zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Hinsichtlich des Anerkennungsverfahrens wird es als ausreichend angesehen, wenn die durchführenden Leistungserbringer der zuständigen anerkennenden Stelle die Veranstaltungsdaten (Ort/Treffpunkt mit Adresse, Wochentag und Beginn/Ende) einmalig vor der erstmaligen Durchführung mitteilen. Witterungsbedingt kann im Einzelfall von den gemeldeten Daten abgewichen werden. Die anerkennenden Stellen geben den Rehabilitationsträgern bei Bedarf Auskunft.

Die Teilnahme ist auf der Teilnahmebestätigung mit einem „i. F.“ oder „im Freien“ hinter dem Datum zu kennzeichnen.

 

2. Rehabilitationssport/in Herzgruppen/Funktionstraining in geschlossenen Räumen (Sport-/Turnhalle, Studios etc.)

Es gelten für die Wiederaufnahme des Rehabilitationssports in geschlossenen Räumen grundsätzlich die DBS-Empfehlungen zum Rehabilitationssport vom 30.04.2020 „Empfehlungen zur Wiederaufnahme nach Lockerung der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen“ bzw. die Empfehlungen der Verbände der Leistungserbringer (Hinweis: Sofern es diese geben wird, werden sich diese weitgehend am DBS orientieren) bzw. die „Empfehlungen der Deutschen Rheuma-Liga zur Durchführung von Funktionstraining in Zeiten erhöhten Infektionsrisikos in Deutschland aufgrund der COVID-19-Pandemie“ vom 18.05.2020 bzw. die Empfehlungen der Verbände der Leistungserbringer (Hinweis: Sofern es diese geben wird, werden sich diese weitgehend an der DRL orientieren).

Da darüber hinaus perspektivisch die Lockerungen oder erneute Kontaktbeschränkungen, auf Grund von unterschiedlichen Neuinfektionsraten, zwischen den Landkreisen und kreisfreien Städten divergieren können, ist es nicht möglich einheitliche Vorgaben zu definieren. Vielmehr muss sich jeder Leistungserbringer an den für ihn geltenden regionalen und kommunalen Vorgaben orientieren.

Bei der Wiederaufnahme des Übungsbetriebes sind ergänzend die länderspezifischen Regelungen insbesondere zur Gruppengröße und zur Öffnung der Veranstaltungsorte/Hallen zu beachten, so dass im Gegensatz zur Durchführung von Übungen im Freien (vgl. Pkt. 1) vorrangig keine detaillierten bundeseinheitlichen Regelungen in Betracht kommen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Teilnehmer*innen ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mitbringen/nutzen.

Die Durchführung von Rehabilitationssport in Herzgruppen ist unter den o.g. Bedingungen möglich. Es liegen derzeit noch keine spezifischen Regelungen, z.B. der DGPR, vor.

 

3. Fortführung des Rehabilitationssports/Funktionstrainings als Tele-/Online-Angebot

Am 03.04.2020 hat die GKV über die Möglichkeit der Fortführung von Rehabilitationssport (und Funktionstraining) als Tele-/Online-Angebot informiert.

In der momentanen Situation kann nicht von einer „normalen“ Durchführung der Übungsveranstaltungen gesprochen werden. Da die Kontaktbeschränkungen nur leicht gelockert, aber nicht aufgehoben wurden, kann das Tele-/Online-Angebot vorerst bis längstens 30.09.2020 (analog zur Durchführung im Freien) durchgeführt werden. Über eine Verlängerung wird ggf. unter Berücksichtigung der Entwicklung des Infektionsgeschehens zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Auch hier ist die Teilnahme auf der Teilnahmebestätigung entsprechend zu kennzeichnen (mit einem „T“ oder „Tele“).

Sofern nach Aufhebung der Kontaktbeschränkungen eine normale Durchführung der Übungsveranstaltungen wieder möglich ist, endet diese Übergangsregelung, spätestens mit der Information durch die Krankenkassen.“