|
Seite 1 von 5 Medizinischer Hintergrund der Herzgruppenarbeit
Kardiologische Rehabilitation und Sekundärprävention sind wesentliche Teilbereiche einer umfassenden, am langfristigen Erfolg orientierten medizinischern Versorgung von Herzkreislaufkranken. Mit Hilfe eines multidisziplinären Teams werden die Patienten unterstützt, die individuell bestmögliche physische und psychische Gesundheit sowie soziale Integration wieder zu erlangen und langfristig aufrecht zu erhalten (WHO 1993).
Herzgruppen verstehen sich als Partner des niedergelassenen Arztes mit der Aufgabe,
- ambulant die in Rehabilitationskliniken eingeleiteten rehabilitativen und sekundärpräventiven Interventionen konsequent fortzusetzen und
- ambulant derartige Maßnahmen als ergänzende Leistung generell in der Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen behandelnden Ärzten/Kardiologen verfügbar zu machen.
Das Ziel der Herzgruppen ist es, im Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes
- durch regelmäßige, fachkompetente Informationen Wissen über krankheitsgerechtes und gesundheitsförderndes Verhalten zu mehren
- durch Bewegungs- und Sporttherapie Erfahrungen mit dem eigenen, sich bewegenden Körper sowie Übungs- und Trainingsmethoden zu vermitteln
- durch Einüben Stressbewältigungs- und Entspannungstechniken erlernen zu lassen und
- durch Gruppen- und Individualgespräche Krankheitsbewältigung zu erreichen sowie Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Eigenverantwortlichkeit aufzubauen.
Herzgruppen schulen eigenverantwortliches Handeln in einem krankheitsgerechten und gesundheitsfördernden Lebensstil.
Am Beispiel der koronaren Herzerkrankung wurden wissenschaftlich die Effekte von Lebensstiländerungen, in Sonderheit von körperlichem Training, Ernährungsumstellungen und Nichtrauchen, auch im Vergleich zu pharmakologischen Interventionen gut belegt.
Seit 1. Januar 2005 sind o.g. Schulungsmaßnahmen integraler Bestandteil des Disease Management-Programms KHK.
|
|
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 30. Juni 2011 um 12:38 Uhr |