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Die Diagnose
„Herzinfarkt“ bedeutete für die Patienten noch in den sechziger-/siebziger
Jahren in der Regel den erzwungenen Ausstieg aus Beruf und Karriere, die Frühverrentung,
und ständige Angst vor erneuten Herz-Attacken. Die Medizin, zunächst
noch beschränkt auf lebenserhaltende Medikamentengaben blickte mit
Argwohn auf einige besonders mutige Arztkollegen, die Infarktpatienten schon in
der stationären Phase der Akutversorgung in Krankenhäusern ein wohldosiertes
Training zumuteten frei nach der Erkenntnis: „Das Herz ist doch auch nur ein
Muskel“. Pioniere waren der seinerzeitige ärztliche Direktor der
LVA-Herzklinik Höhenried am Starnberger See, Prof. Dr. Max Halhuber, Dr. Peter
Kapustin, jetzt Professor und Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes,
Markus Schirber und andere. Unter deren Leitung wurden
erste Sportlehrer und Therapeuten als Übungsleiter für „Coronargruppen“
(jetzt „Herzgruppen“) ausgebildet, die sich da und dort im Lande bereits
gebildet hatten. Mittlerweile konnten bereits eine Reihe von solchen Gruppen das
25-jährige Bestehen feiern und die Zahl der Gruppen, meist in Sportvereinen,
aber auch beim Bayerischen Roten Kreuz, dem Kneipp-Bund und anderswo beheimatet,
hat in Bayern die Grenze von 700 (Stand 2003) bereits überschritten, die der
Teilnehmer sogar 15.000 (!), die allwöchentlich in „ihrer“ Herzgruppe
therapeutischen Sport „erleben“, gruppenärztliche Betreuung erfahren und
sich in einer Art Schicksalsgemeinschaft gegenseitig helfen und stützen. Max
Halhubers Motto „lieber lustig länger leben“ hat vielen Tausend Herzkranken
geholfen.
So war es nur folgerichtig,
diese sehr lebensbejahenden „Selbsthilfegruppen“ unter einem Dach zu bündeln
und deren Interessen gemeinsam zu vertreten.
Am 31. Mai 1979
trafen sich in Höhenried am Starnberger See 13 Gleichgesinnte, darunter
Mediziner, Therapeuten Juristen und Verwaltungsleute und gründeten die
Landes-Arbeitsgemeinschaft für ambulante kardiologische
Prävention und Rehabilitation in Bayern
in der Rechtsform eines Vereins, der am 23.
August 1979 beim Amtsgericht München in das Vereinsregister eingetragen wurde
und fortan den Zusatz „e.V.“ zum Namen führt.
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